Pressemitteilung

Eine Erfolgsgeschichte für das MWM Service-Center Süd: Sichere Energieerzeugung und Notstromversorgung für den Flughafen München seit 1992

Mannheim, 14.07.2020

Gemessen an dem Fracht- und Passagieraufkommen ist der Franz Josef Strauß Flughafen in München der zweitgrößte Flughafen in Deutschland. Rund 47,9 Millionen Passagiere und 350 Tausend Tonnen Fracht wurden vom Flughafen München im vergangenen Jahr transportiert. Bereits seit seiner Eröffnung im Jahr 1992 wird der Flughafen durch das MWM Service-Center Süd betreut. 

Luftaufnahme des Flughafens München, Terminal 2 und Satellit

Luftaufnahme des Flughafens München, Terminal 2 und Satellit (Copyright: Flughafen München; Fotograf: Michael Fritz)

Schrittweise Modernisierung der Energieversorgung

Nach der Eröffnung sicherten sieben MWM TBDG 441 V16B Diesel-Gasmotoren mit einer Leistung von je 1.580 kWel und etwa 1.800 kWth eine stabile Energie- und Notstromversorgung des Flughafens. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Energieerzeugung konnte der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß so um rund 30.000 Tonnen pro Jahr verringert werden. Im Jahr 2002 wurde die Energiezentrale des Flughafens um zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) erweitert. Dafür wurden zwei MWM TCG 2032 V16 Gasmotoren verbaut. 2015 erfolgte eine weitere Modernisierung der Energieversorgung. Ein neues BHKW mit vier zusätzlichen Aggregaten der Baureihe TCG 2032 V16 ersetzte die bis dahin verwendeten Diesel-Gasmotoren, welche nun ausschließlich für den Notstrombetrieb genutzt werden. Im Jahr 2018 erhielt der Flughafen einen weiteren Motor der Baureihe TCG 2032 V16, um Stillstandzeiten bei den großen Wartungen E60 und E70 zu minimieren. An dem zuvor genutzten Gasmotor wurde Anfang April 2020 im Service-Center Süd eine Zwischenüberholung nach Erhaltungsstufe E60 durchgeführt und der Motor für einen möglichen Austausch wieder zum Flughafen transportiert. Dadurch ist der Flughafen München in der Lage, auch bei ungeplanten Ereignissen einen schnellen Austausch durchführen und die Stromversorgung sichern zu können.  

Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) des Flughafen München

Mittels Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) werden Strom, Wärme und Kälte produziert, die Gebäude und Hangars des Flughafen München versorgen. (Foto: Flughafen München)

Laufende Grundüberholungen für noch mehr Leistung

Seit 1992, und damit fast 30 Jahren, unterstützt das MWM Service-Center Süd mit Sitz in Eching bei München die Flughafengesellschaft in der Optimierung von Serviceabläufen. So konnten unter anderem die Durchlaufzeiten für die Grundüberholungen bis zum Jahr 2014 um circa 60 Prozent reduziert werden. Regelmäßige Wartungen der BHKW-Anlagen und Gasmotoren gehören ebenfalls zu den MWM Serviceleistungen: „Die Wartungs-Intervalle sind abhängig von der eingesetzten Gasart, der Betriebsweise und den Betriebsbedingungen", so Klaus Volpe, Leiter des MWM Service-Centers in Eching. „Aufgrund der höheren Belastung durch häufige Starts und Stopps werden bestimmte Bauteile wie Hauptlager und Anlasser höher beansprucht und können daher schneller verschleißen. Anlagen im Dauerbetrieb haben im Erdgasbetrieb in der Regel Wartungsintervalle von 2.000 bis 4.000 Betriebsstunden."

Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung optimal genutzt

Durch Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) werden 7,44 MW Strom, 8,7 MW Wärme und 5,3 MW Kälte produziert, die Gebäude und Hangars des Flughafen München versorgen. Ein Teil der Anlage fungiert als Notstromsystem, damit beispielsweise die Energieversorgung der Landelichter innerhalb von Sekunden wiederhergestellt werden kann.

Zusätzlich zu Strom und Wärme kann durch die Kombination eines BHKW mit einer Absorptionskältemaschine (AKM) mittels Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung Kälte erzeugt werden. Die neben der Stromerzeugung im BHKW anfallende Abwärme treibt in der Absorptionskälteanlage einen thermischen Verdichter an, welcher wiederum einen Kühlkreislauf antreibt. Je nach verwendeter Stoffpaarung liegen die thermischen Wirkungsgrade bei 60 bis 80 Prozent. KWKK stellt sicher, dass die eingesetzte Primärenergie auch in den wärmeren Sommermonaten effizient eingesetzt wird. Insbesondere Fertigungsstätten der Lebensmittelindustrie, Krankenhäuser, Bürokomplexe, Hotels und Flughäfen können sich KWKK so für Kühl- und Klimatisierungsprozesse zunutze machen.


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