Pressemitteilung

Modernisierte MWM Blockheizkraftwerke für Ökologisch-Botanischen Garten der Universität Bayreuth zum „BHKW des Monats" Februar gekürt

Mannheim, 08.04.2020

Das Fachmagazin Energie & Management hat die zwei auf den Dauerbetrieb umgerüsteten MWM Blockheizkraftwerke (BHKW) der Universität Bayreuth zum „BHKW des Monats" Februar gekürt. Auf dem Unicampus in Bayreuth sind die BHKW nach der Modernisierung nicht mehr alleinig für die Notstromversorgung des Ökologisch-Botanischen Gartens zuständig, sondern zusätzlich mit dem Wärmenetz verbunden. Die neue KWK-Anlage (KWK – Kraft-Wärme-Kopplung) in der Wärme- und Kältezentrale Süd ging Ende 2019 in Betrieb. 

Effizienter und kostengünstiger durch Erweiterung und Modernisierung der Blockheizkraftwerke

Die KWK-Anlage auf dem Campus wird von der Stadtwerke Bayreuth Energie und Wasser GmbH betrieben. Der auf dem südlichen Teil des Universitätsgeländes gelegene Ökologisch-Botanische Garten der Universität Bayreuth ist auf eine 100-prozentige Notwärmeversorgung angewiesen. Der Garten beherbergt in den insgesamt 6.000 Quadratmeter großen klimatisierten Schaugewächshäusern rund 12.000 verschiedene Pflanzenarten und dient der Lehre und Forschung sowie zur Erholung. Auf dem Gelände befinden sich zwei Wärme- und Kältezentralen (WKZ). Die Notwärmeversorgung, welche zum Schutz der klimaempfindlichen Pflanzen dient, ist in der WKZ Süd untergebracht. Für die Modernisierung der alten Anlagentechnik wurde nicht nur die WKZ Süd mit dem Notwärmeversorgungsnetz erneuert, sondern neben der Erweiterung zusätzlich mit der WKZ Nord verbunden, um das Campusnetz effizienter und kostengünstiger betreiben zu können.

Umstellung auf BHKW-Dauerbetrieb erhöht Energieeffizienz und Energiesicherheit für Botanischen Garten und Campus der Universität Bayreuth

Neben den beiden nach fast 30 Jahren Laufzeit umgerüsteten G604BV12E Gasmotoren des damaligen Herstellers Deutz-MWM mit insgesamt 960 kWel wurden auch eine neue Power-to-Heat-Anlage sowie ein Erdgasspitzenlastkessel installiert. Für den Fall, dass eines der Blockheizkraftwerke einmal ausfällt, ist die Wärmeversorgung des Ökologisch-Botanischen Garten der Universität Bayreuth so gesichert. Zusätzlich zu der Umrüstung der Gasmotoren wurde die hydraulische Einbindung in das Wärmenetz umgebaut. Die Motoren arbeiten nach dem effizienten Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die Abwärme kann aufgrund der Modernisierung mithilfe von Wärmetauschern aufgefangen und direkt in das Nahwärmenetz der Universität Bayreuth eingespeist werden. Vor dem Umbau wurden sowohl die BHKW als auch die Power-to-Heat-Anlage ausschließlich im Inselbetrieb zur Notversorgung des Gartens betrieben. Trotz nur weniger Stunden Fahrzeit im Probebetrieb musste die Anlage vor dem Umbau ganzjährig in Bereitschaft gehalten werden. Durch die Modernisierung erhöht sich die jährliche Laufzeit der MWM BHKW nun auf rund 4.300 Stunden, wodurch die Energieeffizienz der KWK-Anlage deutlich steigt.

Anlieferung der generalüberholten Gasmotoren

Anlieferung der generalüberholten Gasmotoren, die zukünftig dauerhaft mit Kraft-Wärme-Kopplung für Strom und Wärme sorgen werden. (Foto: Stadtwerke Bayreuth Energie und Wasser GmbH)

Einspeisung in das Wärmenetz und Einsparung von 1.150 Tonnen CO2 pro Jahr

Nach der Umrüstung der elektrischen und hydraulischen Anbindung mit den beiden MWM BHKW ist nun die Notstromversorgung des Ökologisch-Botanischen Gartens und gleichzeitig die dauerhafte Einspeisung von Wärme in das Netz der Universität möglich. „Die KWK-Vergütung und das Eigenstromprivileg für erneuerte Bestandsanlagen sichern den wirtschaftlichen Betrieb der Notversorgung", so Thomas Gollwitzer vom Institut für Energietechnik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Durch die Bestandserneuerung ohne eine Leistungserhöhung der Blockheizkraftwerke kann der durch die BHKW erzeugte Strom in der WKZ mit verringerter EEG-Umlage eigengenutzt werden. Der ins öffentliche Netz eingespeiste Strom wird nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) vergütet. Der Erdgaskessel in der WKZ Nord wird entlastet, und es kann Wärme in das Wärmenetz der Universität eingespeist werden. Durch den Umbau des Campusnetzes auf diese effizientere und kostenoptimierte Betriebsweise spart die Universität Bayreuth obendrein zusätzlich bis zu 1.150 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Damit leisten die Blockheizkraftwerke neben einer gesteigerten Versorgungssicherheit einen nachhaltigen Beitrag zu der „Green-Campus-Initiative" der Universität Bayreuth, welche sich für den Schutz des Klimas – konkret für Treibhausgasneutralität bis 2030 und effektive Ressourcenschonung – einsetzt.

Hocheffiziente und kundenspezifische MWM Kraftwerkslösungen

MWM steht für hocheffiziente und umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen bzw. Blockheizkraftwerke zur dezentralen Energieerzeugung und verfügt über fast 150 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Optimierung von Gasmotoren für Erdgas, Biogas und Sondergase. Die MWM Blockheizkraftwerke ermöglichen eine ökonomische und effiziente Energieerzeugung. Der erzeugte Strom der BHKW kann je nach Bedarf selbst verbraucht oder gegen eine Einspeisevergütung ins öffentliche Netz eingespeist werden.

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