Pressemitteilung

MWM Energiebunker Blockheizkraftwerk als „BHKW des Monats Juni 2017“ ausgezeichnet

Mannheim, 13.07.2017

Die von der Fachzeitschrift Energie & Management zum „BHKW des Monats“ prämierten Blockheizkraftwerke weisen ein hohes Maß an Innovationskraft sowie wirtschaftlicher und ökologischer Wirksamkeit auf. Doch nur die wenigsten zeichnen sich zusätzlich durch ein derartig großes planerisches Geschick aus wie im Fall des Blockheizkraftwerks (BHKW) im ehemaligen Luftschutzbunker „Engelsburg“ im Lübecker Stadtteil St. Lorenz-Süd.

Das Anfang der 1940er Jahre als Katastrophenschutzbunker errichtete Gebäude, das auch unter dem Namen „Engelsburg“ bekannt ist, wurde 2015 von den Stadtwerken Lübeck erworben. Mit der Errichtung eines weiteren Blockheizkraftwerks im „Energiebunker“ erweiterte die Hansestadt ihren BHKW-Park auf insgesamt elf KWK-Anlagen. Die Stadtwerke Lübeck kommen damit ihrem Ziel, bis 2020 rund 50 Prozent des verkauften Stroms aus umweltfreundlichen, regenerativen Energiequellen und energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung zu erzeugen, ein Stück näher. Das Wärmenetz des Energieanbieters versorgt derzeit in der Region rund 250 Gebäude und Einrichtungen mit Wärmeenergie. Der umweltfreundlich erzeugte KWK-Strom wird komplett in das Lübecker Mittelspannungsnetz eingespeist.

BHKW-Bau stellte Planer und Installateure vor Herausforderung

Der Umbau des massiven und unter Denkmalschutz stehenden Luftschutzgebäudes zum Energiebunker BHKW war hinsichtlich der bautechnischen Planung und Umsetzung sehr aufwendig. So mussten 2,5 m starke Betonwände durchbrochen werden, um Zugänge und Entlüftungsöffnungen für die KWK-Anlage (KWK - Kraft-Wärme-Kopplung) zu schaffen. Allein für die Zugänge, die mit einer Diamant-Seilsäge aus der Außenwand geschnitten wurden, fielen rund 25 Kubikmeter Betonschutt an.

Eine weitere Herausforderung bei der Installation des Blockheizkraftwerks in der Engelsburg war die abgerundete Form der Außenwände, an deren Struktur alle Kabeltrassen und Rohrleitungen angepasst werden mussten.

Außerdem mussten, um den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden, die Gebäudeöffnungen minimiert und auf eine Seite des Energiebunkers konzentriert werden. Weiterhin wurden die drei Abgaszüge zusammengeführt und Schornsteine auf dem Dach des etwa 75 Jahre alten Rundbunkers errichtet.

Hohe Flexibilität des BHKWs sorgt für maximale Energieeffizienz und Versorgungssicherheit

Kern der neuen KWK-Anlage ist ein MWM Gasmotor vom Typ TCG 2020 V20, der mit Erdgas betrieben wird, und eine Leistung von 2,2 MWel und 2 MWth liefert. Unterstützt wird das BHKW durch die Installation von zwei Erdgaskesseln, einem Elektrokessel sowie zwei Wärmespeichern. Die Flexibilität bei der Strom- und Wärmeerzeugung sowie die Sicherheit der Energieversorgung konnte so auf ein optimales Maß gesteigert werden.

Insgesamt elf Gasmotoren der Marke MWM mit einer Gesamtleistung von etwa 17 MW elektrischer Leistung gehören inzwischen zum Fernwärmenetz der Lübecker Stadtwerke.

Das Energiebunker Blockheizkraftwerk wird noch im Laufe dieses Jahres in Betrieb genommen. Das erdgasbetriebene BHKW ist für ca. 6.000 Betriebsstunden pro Jahr ausgelegt und soll zukünftig jährlich etwa 12 Mio. kWh elektrische Energie erzeugen und in das Lübecker Stromnetz einspeisen. Zusammen mit den installierten Kesseln wird das BHKW darüber hinaus pro Jahr rund 20 Mio. kWh Wärmeenergie für das Fernwärmenetz bereitstellen.

So hat das Lübecker MWM Blockheizkraftwerk nicht nur auf Grund der Tatsache, dass die hochmoderne Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage in einem geschichtsträchtigen Luftschutzbunker errichtet worden ist, den Titel als „BHKW des Monats Juni 2017“ verdient, sondern vor allem auch auf Grund der präzisen Installation, der vorhergegangenen aufwendigen Planung sowie der hohen Flexibilität des energieeffizienten Kraftwerks.

Pressekontakt

Aljoscha Kertesz
Manager Communications
T +49 6 21/3 84 - 87 48
F +49 6 21/3 84 - 87 47
E A00BAaCA9-B3Ad3CcB5B7A58C5A67CfBbBA08fB5C7B8