Pressemitteilung

Schumacher: KWK-Ziele unter den gegebenen Marktbedingungen nicht realisierbar

Mannheim, 11.12.2015

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), seit April 2002 in Kraft, ist ein Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung.  Das novellierte KWKG soll zum 01.01.2016 in Kraft treten. Es hat zum Ziel, die Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung auf von derzeit 18 auf 25 Prozent zu erhöhen. Ähnlich wie beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird die Förderung (bzw. Vergütung), die Betreiber von testierten KWK-Anlagen erhalten, auf den Verbrauch der Kilowattstunde Strom umgelegt.

Betrachtet man die Novellierung des Gesetzes genauer wird eines deutlich: Die "Potenzial- und Kosten-Nutzen-Analyse zu den Einsatzmöglichkeiten von Kraft-Wärme-Kopplung (Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie) sowie Evaluierung des KWKG im Jahr 2014" zeigt auf, dass unter den gegebenen Rahmenbedingungen die meisten KWK-Anlagen der allgemeinen Versorgung nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können. Viele erdgasbefeuerte Anlagen stehen aktuell still und nur noch kohlegefeuerte Anlagen erzielen derzeit einen positiven Deckungsbeitrag. Die Statistik der nach dem KWKG der beim BAFA zugelassenen neuen, modernisierten und nachgerüsteten KWK-Anlagen zeigt zwar eine Zunahme der zugelassenen Anlagen von etwa 500 MW auf mehr als 1.000 MW. Im Jahr 2013 handelt es sich dabei jedoch bei mehr als der Hälfte der Zulassungen um Modernisierungen.

MWM BHKW sind auf den elektrischen Leistungsbereich von 400 bis 4.500 Kilowatt (kW) ausgelegt. Dabei setzen sie voll auf die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Neben klassischem Erdgas arbeiten die Anlagen auch mit Bio-, Klär-, Deponie- und Grubengas.

Schumacher: KWK-Ziele unter den gegebenen  Marktbedingungen nicht realisierbar

Willy Schumacher: KWK-Ziele unter den gegebenen  Marktbedingungen nicht realisierbar

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