Pressemitteilung

Umstellung von Grundlast in den Flexbetrieb

MWM Partner Agrarservice Lass GmbH installiert ein zusätzliches BHKW mit einer Leistung von zwei MW für die Biogasanlage Oebelitz

Mannheim, 13.12.2018

Die Biogasanlage der Agrarbewirtschaftung Behrenwalde in Millienhagen-Oebelitz bei Stralsund wurde 2011 mit einer installierten Leistung von 600 kW errichtet. Neben 50 Prozent tierischen Nebenprodukten wie Rindergülle, wird in der Anlage vorrangig Mais- und Grassilage eingesetzt. In zwei Fermentern mit einem Mischbehälter und einem gasdichten Gärrestelager wird so in der Anlage umweltfreundliches Biogas produziert. Die Biogasanlage bietet dem Betreiber neue Ertragschancen sowie eine zusätzliche Risikostreuung und ist heute fest in den laufenden Betrieb integriert. 

Deutliche Leistungssteigerung durch zusätzliches Blockheizkraftwerk

Im Jahr 2017 wurde die Anlage von Grundlast in den Flexbetrieb umgestellt. Gemeinsam mit dem Biogasberater GBB wurde die Entscheidung für eine 4,3-fache Überbauung getroffen. Diese wurde mit dem Zubau eines 1.000 m3 Wärmepufferspeichers, eines 18.000 m3 fassenden Gasspeichers, sowie durch die Integration eines zusätzlichen, leistungsstarken MWM Blockheizkraftwerks (BHKW) mit einer installierten Leistung von 2.000 kW, umgesetzt. Der Gasmotor für das neue Blockheizkraftwerk stammt aus der MWM Baureihe TCG 2020 und wurde vom MWM Partner Agrarservice Lass GmbH installiert. Das Stromaggregat TCG 2020 V20 liefert eine Leistung von 2.000 kWel und vereint die besten elektrischen und thermischen Wirkungsgrade seiner Leistungsklasse. Der TCG 2020 ist für sämtliche Gasarten wie Biogas, Erdgas oder Deponiegas einsetzbar. 

MWM Gasmotor TCG 2020

Der Gasmotor für das neue Blockheizkraftwerk der Agrarbewirtschaftung Behrenwalde aus der MWM Baureihe TCG 2020.

Maximale Betriebsflexibilität und Versorgungssicherheit durch Start-Stopp-Betrieb der Motoren

Durch die Flexibilisierung kann die Anlage nicht nur organisatorisch, sondern auch betriebswirtschaftlich optimiert werden. Das Biogas muss im Gegensatz zur bisherigen Betriebsweise nicht mehr direkt an 24 Stunden des Tages verstromt werden, sondern kann nun im Gasspeicher zwischengespeichert werden. Von dort geht das Biogas bei Bedarf zu den beiden Motoren. Diese laufen parallel im Start-Stopp-Betrieb und werden drei- bis viermal am Tag durch den Direktvermarkter gestartet. Dieser muss eine Obergrenze von maximal 1.000 Starts und 2.000 Betriebsstunden je Motor und Jahr einhalten. Um bei diesem Start-Stopp-Betrieb der Motoren eine kontinuierliche Wärmeverfügbarkeit gewährleisten zu können, wurde das Wärmekonzept auf einen möglichen Zeitpuffer von 50-60 Stunden ausgelegt, in welchem die Motoren bei einer gleichzeitigen Wärmeabnahme durch die Trocknung außer Betrieb bleiben können. 

Durch Umstellung auf Flexbetrieb höhere Ertragspotenziale und Energiesicherheit realisieren

Aufgrund des Flexbetriebs der Anlage können auch ausgefallene Produktionsstunden problemlos aufgeholt und somit die jährliche Vollauslastung konsequent erreicht und gesichert werden. Durch die Wandlung des Energiemarktes in Deutschland nimmt der Anteil erneuerbarer Energien kontinuierlich zu. Da Wind- und Solarenergien nicht auf einer regelmäßigen Basis vorherrschen und bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine wirtschaftlichen Speichertechnologien zur Verfügung stehen, wird die flexible und bedarfsorientierte Stromerzeugung aus regelbaren Anlagen in Zukunft immer wichtiger werden. 

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