Pressemitteilung

Universitätsmedizin Göttingen setzt auf effiziente Energiepolitik: Uniklinikum installiert Erdgas BHKW mit MWM Gasmotor zur dezentralen Energieerzeugung

Mannheim, 22.11.2017

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat als Klinikum der Maximalversorgung einen jährlichen Energiebedarf von 57.000 MW-Stunden Strom und 100.000 MW-Stunden Wärme, das entspricht dem Energieverbrauch von rund 33.000 Privathaushalten pro Jahr. Für die Modernisierung ihrer Energieversorgung baut die UMG ein hochmodernes Blockheizkraftwerk (BHKW), dessen Herzstück ein MWM Gasmotor des Typs TCG 2032 V16 darstellt. Die KWK-Anlage (KWK – Kraft-Wärme-Kopplung) wird in der Lage sein, 50 Prozent des Strombedarfs sowie die Grundlast des Wärmebedarfs der Göttinger Universitätsklinik zu decken. Die Kosten von rund 4,7 Millionen Euro für die Umsetzung der neuen Energiepolitik trägt das Land Niedersachsen.

Der mit Erdgas betriebene Motor MWM TCG 2032 wird mit Hilfe eines Schwerlastkrans in die neu errichtete Energiezentrale

Der mit Erdgas betriebene Motor MWM TCG 2032 wird mit Hilfe eines Schwerlastkrans in die neu errichtete Energiezentrale auf dem Gelände der Universitätsmedizin Göttingen gebracht. (Foto: umg/spförtner)

Hocheffizientes Erdgas BHKW mit 90% Gesamtwirkungsgrad bei der Energieausnutzung

Ende September wurde das 53 Tonnen schwere Stromaggregat für das neue BHWK angeliefert und mit einem Schwerlastkran in das hochmoderne Energiezentrum der Klinik gehoben. Das neue Blockheizkraftwerk hat eine Wärmeleistung von 4,75 Megawatt und wird bei kontinuierlicher Wärmeabgabe besonders ökologisch und ökonomisch arbeiten, sodass ein Gesamtwirkungsgrad der Energieausnutzung von etwa 90 Prozent erreicht werden kann. 

Wenn die KWK-Anlage bis Ende 2017 errichtet ist, soll sie ab Januar 2018 etwa die Hälfte der im Universitätsklinikum Göttingen benötigten Stromenergie produzieren und die Grundlast der Wärmeenergie für das Klinikum abdecken. Die Wärme wird überwiegend zur Erwärmung des Trinkwassers sowie für die Raumwärme des zentralen Klinikgebäudes genutzt werden. Das UMG produziert darüber hinaus mit der Strom- und Wärmeenergie auch Kälteenergie für das Klinikum. 

Weichenstellung im Energiemanagement reduziert Kosten für Energieerzeugung sowie die Umweltbelastung

Durch die energieeffiziente BHKW Anlagentechnik können laut Otto Wilhelm Holzigel, Leiter des Sachgebietes „Energiemanagement“ im Geschäftsbereich Gebäudemanagement der UMG zukünftig 6.500 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden.

Die Errichtung der KWK-Anlage ist zentraler Teil des gemeinsamen Vorhabens der UMG und Universität Göttingen, Energie effizient, umweltschonend und kostengünstig mit besonderem Fokus auf möglichst geringe Übertragungsverlusten dezentral zu erzeugen. „So sieht unser gemeinsames Energieversorgungskonzept vor, die bisherige zentrale Energieerzeugung im Heizkraftwerk der Universität in der Rudolf-Diesel-Straße perspektivisch mit dezentralen Energieerzeugungsquellen zu ergänzen“, skizziert Dipl.-Ing. Rainer Bolli, Leiter des Gebäudemanagements der Universität, das weitere Vorgehen.

Neben dem BHKW in der UMG sollen bis zum Jahr 2022 zwei weitere Blockheizkraftwerke in der Universität errichtet werden, sodass das technisch veraltete Heizkraftwerk der Universität abgelöst werden kann.

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