Pressemitteilung

MWM informiert – Wirtschaftlicher Vorteil durch die Nutzung von betriebseigenen Blockheizkraftwerken: Ab welcher Größe lohnen sich BHKWs für mittelständische Gewerbe- und Industrieunternehmen?

Mannheim, 17.03.2020

Branchen wie beispielsweise Baustoffe, Chemie, Glas, Nichteisen-Metalle, Papier oder Stahl stehen am Anfang der Wertschöpfungskette. Diese energieintensiven Industrien nehmen damit eine Schlüsselposition ein. Um Baustoffe sowie Grundchemikalien herzustellen, benötigt es viel Energie in Produktionsprozessen, die neben den Personalkosten einen der bedeutendsten Kostenfaktoren für energieintensive Industrien darstellt. Da in Deutschland im EU-Vergleich hohe Abgaben und Umlagen im Strompreis enthalten sind, sind alternative Energielösungen notwendig, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie zu erhalten.

Die energieintensiven Industrien erwirtschaften jährlich einen Umsatz von rund 330 Milliarden Euro – 18 Prozent des Umsatzes des gesamten verarbeitenden Gewerbes. Sie investierten jährlich über 10 Milliarden Euro am Standort Deutschland und geben jedes Jahr über 17 Milliarden Euro für Energie aus.

Strom und Energie direkt im Unternehmen produzieren und einsetzen

Blockheizkraftwerke (BHKW) sind Anlagen zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung, die flexibel in energieintensiven mittelständischen Unternehmen einsetzbar sind. Als Brennstoff dienen umweltschonende fossile Energieträger wie Erdgas oder andere Sondergase. Die Anlagen wandeln diese durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sowohl in Wärme als auch in Strom um. Die Wärme wird am Standort des BHKW zum Beheizen der Gebäude eingesetzt, der Strom dient dem Betrieb der Fertigungsanlagen.

Neben der gesteigerten Energiesicherheit und Optimierung von Produktionsprozessen profitieren Betreiber von KWK-Anlagen durch die Eigenstromversorgung von einer deutlichen Betriebskostensenkung sowie einem verringerten CO2-Ausstoß für einen nachhaltigen Fußabdruck. Durch Kraft-Wärme-Kopplung wird der Strom dezentral erzeugt, an der Stelle, wo Strom- und Wärmeenergie direkt gebraucht werden. Im Gegensatz zu einer getrennten Erzeugung geht durch KWK erheblich weniger Energie innerhalb des Erzeugungsprozesses verloren. Dies macht die Kraft-Wärme-Kopplung zu einer nachhaltigen Alternative. Blockheizkraftwerke in einem Leistungsbereich von 400 bis 10.300 kWel sind aufgrund ihrer Betriebsweise, ihrer Effizienz und ihrer Bauweise insbesondere für mittelständische Unternehmen und Organisationen attraktiv. Zusätzlich zur Eigenstromproduktion und -versorgung kann ein Teil des selbst erzeugten Stroms in das Stromnetz eingespeist werden. Neben mittelständischen Industrieunternehmen oder dem Einzelhandel können die BHKWs auch in öffentlichen Schwimmbädern oder in Behörden eingesetzt werden.

Was eine Stunde TCG 3016 möglich macht: Strom aus dezentraler Energieerzeugung für ein komfortables Leben

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Kraft-Wärme-Kopplung für eine verbesserte Wirtschaftlichkeit

Der Vorteil der Kraft-Wärme-Kopplung liegt in der deutlich besseren Ausnutzung der Primärenergie, gegenüber der getrennten Erzeugung von elektrischer Energie und Wärme. Die MWM Blockheizkraftwerke ermöglichen eine ökonomische und effiziente Energieerzeugung. In einer technischen Anlage vor Ort wird die eingesetzte Energie in elektrische Energie und Nutzwärme umgewandelt. Die resultierende Abwärme kann dabei wieder direkt verwendet werden und geht nicht verloren.

Die Blockheizkraftwerke können mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden. Mit Biogas betriebene Anlagen werden seit 2012 mit dem Inkrafttreten des EEGs speziell gefördert. Um Betreiber für die Umrüstung auf eine flexible, bedarfsgerechte Stromerzeugung zu motivieren, bietet das EEG 2017 mit einer optionalen Vergütungsverlängerung um bis zu 10 Jahre inklusive gesicherter Stromvergütung eine verlässliche Perspektive.

Energetische Unabhängigkeit mit betriebseigenem flexiblen BHKW

Je höher der aktuelle Strompreis ist, desto wirtschaftlicher ist eine eigene Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung für Anlagenbetreiber. Durch die Nutzung von eingebauten Wärme-Speichern sowie die Flexibilisierung der KWK-Anlage können zusätzlich etwaige Schwankungen im Energiebedarf ausgeglichen werden.
Durch Entgelte, Abgaben und Umlagen zählt der Strompreis für nicht entlastete Industrieunternehmen in Deutschland zu den höchsten in Europa. Der durchschnittliche Strompreis für energieintensive Betriebe, die ihren Strombedarf nicht über Eigenerzeugungsanlagen decken, ist 2018 gegenüber dem Jahr 1998 um rund 84 Prozent und gegenüber dem Jahr 2000 um 184 Prozent gestiegen. Insbesondere für energieintensive mittelständische Unternehmen, unter anderem aus den Branchen Baustoffe, Chemie, Papier oder Stahl, ergeben sich dadurch hohe finanzielle Belastungen.

Durch den Umstieg auf eine dezentrale Energieerzeugung und die Flexibilisierung der KWK-Anlage können Betreiber bei der Eigenstromerzeugung langfristig die unternehmenseigenen Strom- und Wärmekosten senken. MWM bietet mit hocheffizienten gasbetriebenen KWK-Anlagen moderne, maßgeschneiderte Kraftwerkslösungen für eine nachhaltige und bezahlbare dezentrale Energieversorgung an, die sich besonders für die Anforderungen energieintensiver Betriebe eignen.

Der Kontaktlinsenhersteller Bausch + Lomb produziert dank des installierten MWM TCG 2032 V12 Stromaggregats 65 Prozent der Elektrizität und 91 Prozent der Wärme, die das Werk benötigt, selbst. Aufgrund der hohen Anlagenverfügbarkeit von fast 98 Prozent, sowie der enormen Zuverlässigkeit und Effizienz des MWM Gasmotors, werden die Betriebskosten von Bausch + Lomb um bis zu 1 Million Euro pro Jahr gesenkt.

Blockheizkraftwerke: optimierte Betriebsweise, gesenkte Produktionskosten und Versorgungssicherheit in einem Paket

Die Nutzung und Integration eines BHKWs in den Betriebsablauf bietet neben einer deutlichen Senkung der Energiekosten durch die Eigenstromversorgung noch weitere Vorteile. Insbesondere Unternehmen, die auf eine kontinuierliche und konstante Stromversorgung angewiesen sind, darunter bspw. Krankenhäuser, Hotels, Verwaltungsgebäude, die Lebensmittelbranche oder Elektro-Industrie, profitieren von der Versorgungssicherheit eines eigenen BHKWs. Die Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit eines Blockheizkraftwerks ist der Betrieb für mindestens 5.000 von insgesamt 8.760 Jahresstunden. 

Der Schokoladenhersteller Weinrich ist beispielsweise auf eine kontinuierliche Kühlung im Produktionsprozess angewiesen. In der neu errichteten Energiezentrale der Fabrik - mit einem integrierten MWM TCG 2016 V16 Gasmotor im Erdgasbetrieb - wird die Erzeugung von Strom, Heiß-, Warm- und Kaltwasser durch Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) gebündelt. Dank des MWM Gasmotors und neuen BHKWs kann der Schokoladenhersteller nach der Modernisierung zwei Drittel seines Strombedarfs aus der Eigenerzeugung decken.

KWK-Erfolgsgeschichten: Effizienz und Nachhaltigkeit als Zukunftskonzept

Eine nachhaltige Stromerzeugung wird in den Zeiten der erneuerbaren Energien immer wichtiger. Mit der Umstellung auf die energieeffiziente und umweltfreundliche Produktion der Ware spart der Schokoladenhersteller Weinrich neben den Energiekosten bis zu 1.950 Tonnen CO2 pro Jahr ein.
Für MWM bedeutet Nachhaltigkeit eine langfristige Wirtschaftlichkeit gepaart mit ressourcenschonendem Handeln. MWM bietet ein umfangreiches Sortiment an Gasmotoren und Stromaggregaten bis hin zu schlüsselfertigen KWK-Anlagen an, das ausnahmslos höchsten Qualitätsansprüchen sowie internationalen Standards für Schadstoffausstoß und Kraftstoffverbrauch entspricht.

Produktportfolio von MWM Gasmotoren im Leistungsbereich von 400 kWel bis zu 10.300 kWel für KWK-Anlagen.

Produktportfolio von MWM Gasmotoren im Leistungsbereich von 400 kWel bis zu 10.300 kWel für KWK-Anlagen.

Die MWM Gasmotoren können mit unterschiedlichen Gasen wie beispielsweise Erd-, Schiefer-, Gruben-, Bio-, Deponie-, Klär- und Synthesegas betrieben werden. Sie sind auf höchste elektrische und thermische Effizienz, niedrige Betriebs- und Servicekosten sowie hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit ausgelegt. Dadurch erreichen sie Wirkungsgrade von mehr als 90 Prozent.

Pressekontakt

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