Geschichte

Was erfinden die Urenkel von Carl Benz eigentlich heute?

MWM blickt auf eine mehr als 100-jährige Tradition zurück, stets begleitet vom Innovationsgedanken. Mit der Gründung der Mechanischen Werkstätte in Mannheim 1871 läutete der Autopionier Carl Benz die Epoche der Gasantriebe ein. Die Begeisterung und Innovationskraft von Ingenieuren aus mehr als einem Dutzend  Jahrzehnten brachten immer neue Entwicklungen hervor und trugen dazu bei, dass MWM bis heute einer der führenden Anbieter von Gasmotoren und -aggregaten ist. So verbesserte MWM fortlaufend Leistungswert, Wirkungsgrad und Zuverlässigkeit seiner Anlagen, die bis heute von Mannheim in alle Welt vertrieben werden.

 

1871
1871

Carl Benz und August Ritter

Mit der Gründung der Mechanischen Werkstätte Mannheim unter dem Namen Carl Benz und August Ritter setzte der berühmte Motoren- und Autoerfinder Carl Benz den Grundstein für das Unternehmen MWM.

1878
1878

Erster Zweittakt-Motor

Nachdem Carl Benz in der Silvesternacht 1879/80 die Inbetriebnahme des ersten Gasmotors gelang, gefolgt vom ersten stationären Gasantrieb im selben Jahr, begann eine neue Epoche des Antriebswesens. Ein liegender Zweitakt-Kreuzkopfmotor war das erste betriebsfähige Aggregat aus dem Hause Benz. Dabei musste es ein Zweittakt-Motor sein, da das Viertakt-Verfahren zu jener Zeit von Nicolaus Otto patentiert und geschützt war. In der Folgezeit bildeten Motoren dieser Bauart das Rückgrat der Benz‘schen Werkstätte.

1883
1883

Gründung der offenen Handelsgesellschaft Benz & Co.

Im Oktober 1883 gründen Carl Friedrich Benz, Max Rose und Friedrich Esslinger die offene Handelsgesellschaft Benz & Co., Rheinische Gasmotorenfabrik in Mannheim.

1886
1886

Der Patent-Motorwagen - das erste Automobil

Am 29. Januar 1886 wurde das Patent 37435 für den sogenannten Patent-Motorwagen erteilt. Dabei handelte es sich um das erste Fahrzeug mit eigenem Verbrennungsmotor und elektrischer Zündung. Carl Friedrich Benz wurde damit zum Vater des Automobils. Im gleichen Jahr erfolgte der Umzug an den heutigen Standort in der Carl-Benz-Straße in Mannheim.

1899
1899

Der größte Automobilhersteller der Welt

Am 10. Mai 1899 wurde die Benz & Cie. in Benz & Cie., Rheinische Gasmotorenfabrik AG umbenannt. Das mit einem Aktienkapital von 3.000 Mark gestartete Unternehmen gilt als Vorgänger der heutigen MWM. Bereits im Jahr 1900 war Benz & Cie mit ca. 2000 Fahrzeugen der größte Automobilhersteller der Welt.

1910
1910

Das Diesel-Prinzip

1910 begann in Mannheim die Fertigung von Dieselmotoren (Steuerung über Drehschieber). Das Diesel-Prinzip erwies sich mit seinem wirtschaftlichen Arbeitsverfahren für Verbrennungsmotoren als äußerst entwicklungsfähig.

1922
1922

Motorenwerke Mannheim

1922 wurde die Abteilung für den Bau stationärer Motoren der Firma Benz & Cie., Rheinische Gasmotorenfabrik AG unter dem Namen Motorenwerke Mannheim ausgegliedert. Technischer Leiter war der deutsche Ingenieur Prosper L’Orange. Er erfand die Vorkammer, welche eine kompaktere Bauform und höhere Drehzahlen ermöglichte. Kerngeschäft der Motorenwerke Mannheim waren insbesondere Dieselmotoren für Nutzfahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen.

1926
1926

MWM spezialisiert sich auf Dieselmotoren

Im Jahr 1926 erwarb die Knorr Bremse AG Berlin die Aktienmehrheit an MWM. Als gleichzeitiger Eigentümer der Süddeutschen Bremsen AG, einer weiteren Motorenfirma, führte Knorr eine Abgrenzung der Arbeitsgebiete der beiden Tochterunternehmen ein. Südbremse baute kleine Motoren, während MWM die Herstellung der größeren übernahm. Die einheitliche Verkaufsorganisation hatte zur Folge, dass sich MWM nunmehr ausschließlich auf den Bau von Dieselmotoren konzentrierte. So wurde zehn Jahre später der erste Großmotor mit Abgasturbolader und 4-Ventiltechnik produziert (BBC. VT 400 System Büchi). 1938 folgte ein Kleindieselmotor, der sich als äußerst erfolgreicher Einbaumotor für Traktoren und Aggregate sowie als Ersatz für benzinbetriebene Lkw-Motoren erwies.

1953
1953

Die Fertigung luftgekühlter Kleindieselmotoren

Drei Jahrzehnte später begann MWM mit der Fertigung luftgekühlter Kleindieselmotoren. Die Ein- bis Achtzylinder-Motoren waren mit dem von MWM patentierten Gleichdruck-Vorkammer-Verfahren ausgerüstet, das zu erheblicher Geräuschminderung sowie wesentlich geringerer Beanspruchung der Triebwerksteile führte. Anfang der 50er Jahre zeichnete sich bei Fahrzeug- und Einbaumotoren besonders in der Landwirtschaft ein deutlicher Trend zur Luftkühlung ab.

1979
1979

100 Jahre MWM

1979 feierte MWM sein 100-jähriges Bestehen.

1985
1985

Die Deutz AG

Die Knorr Bremse AG verkaufte 1985 MWM an die Deutz AG Köln. Der Standort in Mannheim blieb erhalten. Die Deutz AG war neben MAN und Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD) der bedeutendste Motorenhersteller im Bereich kommerzieller Dieseltriebwerke in Deutschland. Deutz führte in Mannheim mehrere Umstrukturierungen durch und baute die Gasmotorensparte aus. 1986 wurde die Großmotorenproduktion nach Mannheim verlagert.

1998
1998

Fokus auf Gasmotoren

Seit 1992 werden die Aktivitäten im Gasmotorensektor (Hochleistungsgasmotoren etc.) verstärkt. Die Motorenwerke Mannheim AG wurde 1998 vollständig in die DEUTZ AG integriert. Nunmehr wurden alle in Mannheim produzierten Motoren unter dem Namen DEUTZ vertrieben.

2008
2008

Zurück zu MWM

2005 benannte die DEUTZ AG MWM in DEUTZ Power Systems um und verkaufte es 2007 als eigenständiges Unternehmen, welches seit 2008 zum traditionsreichen Namen MWM GmbH zurückgekehrt ist.

2009
2009

Energy. Efficiency. Environment.

Im Jahr 2009 sorgten mehrere Technologie-Updates für zusätzliche Leistung und Effizienz bei MWM Aggregaten. Die aktuelle Produktpalette umfasst Gasaggregate zur Erzeugung von Strom, Kälte und Wärme sowie Komplettanlagen zur dezentralen Energieversorgung.

2011
2011

MWM wird Teil von Caterpillar Inc., USA.

Im November 2011 wird MWM Teil der Caterpillar Electric Power Division (EPD), die weltweit an über 50 Standorten vertreten ist. Caterpillar bietet MWM damit hervorragende Vertriebs- und Wachstumschancen für seine umweltfreundlichen Energieerzeugungssysteme.

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